Gesundheitsnews von apotheken.de
Abnehmen senkt Krebsrisiko
Wie schützt man sich am besten?
18.05.2012

Gewichtsreduktion und Bewegung können das Krebsrisiko deutlich senken. Schon moderate Abnehmerfolge beugen krebserregende Entzündungen vor. Das ergab eine Studie deutscher und amerikanischer Forscher. Entzündungen fördern Krebs Experten schätzen, dass jeder vierte Krebsfall eine Folge von Übergewicht und Bewegungsmangel ist. Für Brust-, Darm- und Speiseröhrenkrebs ist ein Zusammenhang zwischen Übergewicht und Erkrankungsrisiko erwiesen. Menschen mit Übergewicht entwickeln häufig chronische Entzündungen in den Zellen des Fettgewebes – auch ohne dies zu merken. Diese Entzündungszellen senden Botenstoffe aus, die Krebs begünstigen. Eine Gewichtsabnahme senkt diese Entzündungswerte und damit das Krebsrisiko. Die Entzündungswerte lassen sich zwar auch mit Medikamenten reduzieren, diese verursachen aber oft unerwünschte Nebenwirkungen. Methoden im Vergleich Forscher des Deutschen Krebsforschungszentrums überprüften in Kooperation mit amerikanischen Forschern, welche Abnehmmethode die Entzündungswerte am stärksten senkt. 439 übergewichtige Frauen nahmen an der Studie teil. Gruppe 1 hielt einen kalorienarmen Ernährungsplan ein, Gruppe 2 absolvierte ein Sportprogramm, Gruppe 3 kombinierte die Diät mit dem Sportprogramm und Gruppe 4 unterzog sich keinem von beiden. Nach einem Jahr ermittelten die Forscher das Gewicht sowie verschiedene Blut- und Entzündungswerte der Teilnehmerinnen. Schon kleine Abnehmerfolge wirken Im Durchschnitt senkten die Studienteilnehmerinnen ihr Gewicht um rund 10 Prozent. Je stärker die Frauen an Gewicht verloren, desto niedriger waren die krebsfördernden Entzündungswerte. Sport allein genügte jedoch nicht, um die Entzündungswerte zu senken. Nur die Teilnehmerinnen, die beim Trainieren Gewicht verloren, konnten ihr Krebsrisiko verringern. Die besten Ergebnisse erzielten die Sport-Diät-Gruppe sowie die Diät-Gruppe. Einigen Frauen dieser Gruppen gelang es ihre Entzündungswerte um die Hälfte zu senken. Solch ein Erfolg lässt sich sonst nur mit Medikamenten erreichen.
Bluthochdruck und Demenz
Regelmäßige Kontrolle beugt Demenz vor
16.05.2012

Bluthochdruck ist ein Risikofaktor für Schlaganfälle, in deren Folge sich oft eine vaskuläre Demenz entwickelt. Daher beugt eine regelmäßige Kontrolle des Blutdrucks wichtig um Demenz vor. Darauf weist der Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN) hin. Blutdruck regelmäßig kontrollieren Die so genannte vaskuläre Demenz ist nach Alzheimer die häufigste Demenzerkrankung. Im Gegensatz zur Alzheimer-Demenz liegen ihr keine Veränderungen im Gehirn, sondern kranke Gefäße zugrunde. Wenn sich die Gefäßwände verdicken oder wegen Ablagerungen Schaden nehmen, kommt es zu Durchblutungsstörungen im Gehirn und das Risiko für eine Demenz steigt. Fast eine Millionen Menschen sind derzeit in Deutschland an einer Demenz erkrankt – rund 20 Prozent von ihnen sind von einer vaskulären Demenz betroffen. „Um einer vaskulären Demenz vorzubeugen, ist es besonders wichtig, Bluthochdruck behandeln zu lassen und den Blutdruck konsequent zu kontrollieren“, erklärt der Nervenarzt Frank Bergmann. Vor allem Diabetiker haben ein erhöhtes Demenzrisiko. „Diabetiker sollten ihren Blutzuckerspiegel gut unter Kontrolle haben und darüber hinaus hohe Blutfettwerte vermeiden, um Schäden an den Gefäßen vorzubeugen“, sagt Bergmann. Mentale Fähigkeiten nehmen ab Wie schnell eine vaskuläre Demenz voranschreitet und wie ausgeprägt sie ist, hängt vom Umfang der Durchblutungsstörungen im Gehirn ab. Sind kleinere Blutgefäße betroffen, kommt es zu chronischem Sauerstoffmangel und zu einem allmählichen Absterben von Gehirnzellen. „Die vaskuläre Demenz ist eine langsam fortschreitende Erkrankung und beeinträchtigt viele mentale Fähigkeiten. Störungen des Gedächtnisses und Denkens sowie der Konzentrations- und Lernfähigkeit aber auch der Urteilskraft können auftreten“, berichtet der Nervenarzt. „Erkrankte haben oft Schwierigkeiten, die richtigen Worte zu finden, und oftmals ist ihre räumliche Orientierung beeinträchtigt. Auch psychische Veränderungen, wie Stimmungsschwankungen und eine Veränderung der Persönlichkeit gehen oft mit dem Erkrankungsbild einher“, sagt Bergmann. Frühe Diagnose beugt vor Bei ersten Anzeichen von gesteigerter Vergesslichkeit oder dem Eindruck, dass sich die persönliche Denkleistung massiv verschlechtert hat, sollten Betroffene einen Nervenarzt aufsuchen. „Durch die frühe Diagnose einer vaskulären Demenz, kann man das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen oder aufhalten“ meint Bergmann. Wichtig sei es, Gefäßveränderungen und Bluthochdruck zu behandeln.
Essstörung: Typische Symptome
Nichts als Essen im Kopf
15.05.2012

Körperkult und Stress wirken sich häufig auf das Essverhalten aus. Gerade junge Menschen sind gefährdet eine Essstörung zu entwickeln. Fast ein Drittel der Jugendlichen in Deutschland zwischen 13 und 16 Jahren ist mit der eigenen Figur unzufrieden. Das belegen Zahlen der Deutschen Gesellschaft für Essstörungen. Von der Diät zur Krankheit Im Alter von gerade mal zwölf Jahren haben 18 Prozent der Mädchen und 5 Prozent der Jungen schon einmal eine Diät gemacht. Getrieben von dem starken Wunsch, dünn und damit schön zu sein, beginnt für einige mit einer vermeintlich harmlosen Diät der Weg in eine Essstörung. Das Essen bestimmt den Tagesablauf und das Verhalten. Zu den häufigsten Krankheitsformen zählen die Magersucht, die Ess-Brecht-Sucht und die psychogene Esssucht. Übergänge von einer Essstörung zur anderen kommen häufig vor. So können etwa Magersüchtige bulimisch werden oder umgekehrt. Essstörungen bleiben oft unbemerkt Ein großes Problem im Umgang mit Essstörungen: Häufig sind es heimliche Störungen. Wenn sie nicht gerade mit massiven Gewichtsveränderungen einhergehen, bleiben sie lange unbemerkt. Wenn allerdings folgende Auffälligkeiten hinzukommen, ist erhöhte Aufmerksamkeit geboten:
- Unzufriedenheit mit der Figur und eventuelle Diätwünsche
- verstärkte Beschäftigung mit den Themen Essen und Figur
- Rückzug aus Freundschaften und gemeinsamen Unternehmungen
- anhaltende Unruhe, Aggressivität, Konzentrationsschwäche, Unlust
- übersteigerte sportliche Aktivität




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